Großbrände in Essenheim


 

Februar 1852

 

Am Fastnachtsabend gegen 22 Uhr brach ein Feuer aus und verwandelte die Scheunen von Johann Schwarz und Jakob Betz in wenigen Stunden in einen Aschenhaufen.

 

 

Ostern 1852 

 

Am zweiten Ostertag während des Osterballs brannten die Scheunen und Ställe von Adam Blodt lll., Ludwig Betz ll., Adam Probst und Lorenz Wolf in der Hauptstraße ab.  

 

 

Februar 1853

 

Wieder am Fastnachtsabend entstand ein Feuer bei Wilhelm Krämer I. in der Nothgasse und zerstörte Scheune und Kelterhaus.  

 

 

September 1853

 

Nachts um 12 Uhr brannten die mit Heu und Frucht gefüllte Scheune und der Kuhstall von Peter Strub in der Käfergasse (heute Elsheimer Straße).  

 

 

21. September 1866

 

Morgens gegen 2 Uhr legte ein Brand die Scheune von Jakob Schmahl XII. in Asche und beschädigte den Giebel des Wohnhauses.  

 

 

19. November 1866 

 

Am zweiten Kerbetag abends gegen 7 Uhr brach in der Scheune von Jakob Schmahl XVl. (heute Domherrnstraße) Feuer aus und zerstörte die mit Frucht, Stroh und Heu gefüllte Scheune und den daran stoßenden Kelterschuppen. Auch die Dachwand am Kuhstall des Nachbarn Johann Blodt ll. (heute Hauptstraße) wurde stark beschädigt.  

 

 

23.September 1871 

 

Nachmittags gegen 5 Uhr ging die Scheune von Jakob Betz Ill. (heute Hintergasse) in Flammen auf und war in wenigen Stunden ein Aschenhaufen. Als die Glut noch nicht ganz erloschen war, entstand am Abend darauf gegen 7 Uhr in der Scheune von Johann Becker III. (heute Hintergasse) ein Feuer und zerstörte sie und die danebenstehende von Heinrich Wolf VI. (heute Hauptstraße).  

 

 

14. November 1871

 

Am Kerbedienstag, abends um 8 Uhr, brannte die Scheune von Johann Wagner Vl. (heute Kunstforum) ab.  

 

 

16. November 1871 

 

Vormittags um 9 Uhr brach in der Scheune von Jakob Schmahl XV. (heute Hintergasse) ein Feuer aus. Die dort gelagerten großen Heu- und Fruchtvorräte führten zu einem Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Anwesen von Adam Mossel l. (Hauptstraße), Adam Wolf Xi. (Hintergasse) und Ludwig Mayer (Hintergasse), deren Scheunen, Ställe und Kelterhäuser zerstört wurden.

 

 

23. Februar 1875   

 

Abends gegen 8 Uhr brannte die Scheune von Adam Schmahl X. ab. Der Kuhstall befand sich in der Scheune. Dort verbrannten ein Pferd, drei Kühe und ein Kalb.  Das Feuer griff auf die benachbarte Scheune von Johannes Schmitt über, die ebenfalls abbrannte. 

 

 

1. April 1876

 

Nachmittags um 3 Uhr brannten Scheune und Stall von Lorenz Wagenknecht ll. (heute Wackernheimer Straße) und das Wohnhäuschen der Witwe Senk (heute Wackernheimer Straße) nieder.

 

 

21. Dezember 1876

 

Abends gegen 23 Uhr wurde die Scheune von Adam Wagner IV., in der Münchhofstraße, ein Raub der Flammen.

 

 

24. Juli 1878

 

Während eines Gewitters am späten Nachmittag schlug ein Blitz in die Scheune von Adam Bender auf dem Kisselberg (heute Wackernheimer Straße) ein. Obwohl Adam Bender gerade mit dem Abladen der Ernte beschäftigt war, konnte er nicht verhindern, dass die erst zehn Jahre zuvor erbaute Scheune komplett abbrannte.

 

 

14. Januar 1883

 

Am späten Abend gegen halb 12 brannten die Wohnung, die Scheune und der Stall von Heinrich Wolf Xl. an der Käferpforte (heute Elsheimer Straße) ab. Es war der erste Einsatz der kurz zuvor gegründeten Freiwilligen Feuerwehr.

 

 

28. November 1885

 

Die Scheune und der Kuhstall von Nikolaus Wolf Vlll. in der Münchhofstraße brannten ab.

 

 

3. Oktober 1890

 

An dem gedroschenen Strohhaufen am Schwabenheimer Weg entstand ein Großfeuer. Das Stroh von circa 2000 Haufen Frucht verbrannte.

 

 

11. September 1891

 

Am gleichen Platz (dem Dreschplatz am Schwabenheimer Weg) brach abends um 10 Uhr erneut ein großes Feuer aus. Es verbrannten 1184 Haufen Frucht und 1710 Haufen Stroh. Es war vermutlich Brandstiftung, doch man konnte den Verdächtigen nichts nachweisen. 

 

 

25. Mai 1895

 

Gegen Abend um 19 Uhr brach in der Scheune der Witwe von Moses Sauerbach an der Münchhofptorte (heute Nieder-Olmer Straße) Feuer aus. Innerhalb weniger Minuten stand die ganze Scheune mit Kelterhaus und Pferdestall in Flammen. ln wenigen Stunden war das kaum 40 Jahre alte Gebäude ein Aschenhaufen. Man vermutete eine Entzündung durch Blitzschlag, obwohl das Gewitter schon eine Stunde vorüber war.

 

 

20. August 1895

 

ln der Scheune von Johann Huth in der Hauptstraße entstand ein Feuer, das auf die Nachbargebäude übergriff. Drei benachbarte Scheunen und die dazugehörigen Nebengebäude brannten ebenfalls ab. Die Scheune von Jean Schnorrenberger (heute Hauptstraße) wurde teilweise abgerissen, um das Feuer aufzuhalten. Die Scheune von Johann Wagner Vlll. östlich vom Entstehungspunkt des Feuers konnte mit großen Mühen gerettet werden.

 

 

6. März 1899

 

Ein Großfeuer entstand am Nachmittag gegen 18 Uhr in der Nothgasse bei Jakob Mossel lll. Auch dieser Brand griff auf Nachbarscheune von Sattler Barwig in der Nothgasse über, zerstörte den Kuhstall und beschädigte den Giebel des Wohnhauses. Dieses Gebäude war an Fastnacht 1853 schon einmal abgebrannt. Das Feuer dehnte sich weiter auf das Anwesen von Peter Wagner V. in der Elsheimer Straße aus und zerstörte dort alle Nebengebäude. Auch der Giebel von Nikolaus Blodts Wohnhaus wurde beschädigt. Das gerade zwei Jahre zuvor errichtete Wohnhaus konnte gerettet werden. Der starke Westwind trieb die Flammen sogar über den alten Dorfgraben und entzündete noch die Scheunen von Peter Schmahl V. und Johann Schmahl am Turnplatz. Gegen 22 Uhr glaubte man die Gefahr der weiteren Ausdehnung gebannt zu haben und viele Leute gingen zur Ruhe. Gegen 2 Uhr gab es abermals Feueralarm. Die Scheune von Wilhelm Schmahl V. am Dorfgraben (heute Nieder-Olmer Straße) stand vollständig in Flammen. Sie war voll mit Stroh und Heu und brannte komplett ab.

 

 

1920er Jahre

 

Durch spielende Kinder entstand ein Feuer in der Scheune von Ludwig Betz Vl. in der Straße der Champagne. Diese und die benachbarte Scheune von Georg Dechent ll. in der Hauptstraße brannten ab.

 

 

Um 1935

 

Die Scheune von Karl Adam Schmitt in der Kirchstraße (heute Kunstforum) brannte ab.

 

 

10. November 1936

 

Gegen die Mittagszeit stand die Scheune von Adam Betz Ill. in der Hintergasse in Flammen. Da die Scheune frei stand und der Wind günstig wehte, griff das Feuer nicht auf die Gebäude in der Nachbarschaft über.

 

 

8. März 1 945

 

Kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner wurden durch Beschuss mehrere Gebäude in Brand gesetzt. Die Scheune von Nikolaus Wolf XIII. in der Elsheimer Straße brannte komplett ab, ebenso ein Schuppen bei Johannes Wagner XI. in der Hauptstraße.

 

 

Um 1950

 

In der Küche von Georg Schmahl, Neubrunnenstraße, entstand ein Feuer, das sich schnell ausbreitete. Das Wohnhaus brannte komplett ab.

 

 

3. August 1953

 

Morgens gegen 5 Uhr 30 stand der Schuppen von Jakob Wagenknecht ll. in der Klappergasse in Flammen. Ursache war ein in der Nähe aufgestellter Kochkessel. Das Feuer konnte schnell gelöscht werden. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus wurde durch die Feuerwehr verhindert.

 

 

18. Januar 1956

 

Um 4 Uhr in der Frühe wurde durch einen Motorradfahrer ein Brand in der Neumühle bei Friedrich Weyerhäuser gemeldet. Brandherd war ein Kamin in der Flurecke zur angrenzenden Küche. Nach etwa zwei Stunden war der Brand gelöscht.

 

 

Um 1957

 

Bei Johann Schreiber, in der Klappergasse brannte der Stall ab.

 

 

Juli 1969

 

Während der Errichtung des neuen Fernsehturms zwischen Ober-Olm und Essenheim brach abends ein Feuer aus, das durch Schweißarbeiten verursacht worden war. Einige Feuerwehrmänner und Schläuche wurden mit einem für die Bauarbeiten angebrachten Außenaufzug nach oben gefahren. Die letzten Meter bis zum Brandherd mussten über Leitern bewältigt werden. Erschwert wurden die Löscharbeiten durch einige Gasflaschen in der Nähe der Brandstelle.

 

 

Um 1972

 

Brand bei Schmied Wilhelm Heinrich Wolf l. in der Wackernheimer Straße. Die alte Schmiedewerkstatt brannte ab.

 

 

Um 1975

 

In der Werkstatt von Hans Secker in der Elsheimer Straße brach ein Feuer aus. Die dort gelagerten Gasflaschen mussten von der Feuerwehr gekühlt und ins Freie gebracht werden.

 

 

Juli 1975

 

Während der extremen Sommerhitze und Trockenheit gingen mehrere Getreidefelder im Oberfeld in Flammen auf. Einmal entstanden an einem Tag innerhalb weniger Stunden drei Flächenbrände.

 

 

20. Januar 1977

 

ln der Nacht zum 20. Januar entstand in der Küche eines Hauses in der Ulmenstraße ein Schwelbrand. Als die Bewohner nachts gegen zwei Uhr nach Hause kamen, fanden sie ihre dreijährige Tochter Vera tot am Fuß der Treppe. Die siebenjährige Eva lag in ihrem Bett im Obergeschoss, Sie lebte noch, starb aber kurz darauf trotz aller Bemühungen des Notarztes.

 

 

30. April 1981

 

Am Abend der Hexennacht gegen 18 Uhr brannte die Scheune von Ludwig Betz in der Unteren Käferbeinstraße bis auf die Grundmauern ab. Die Pferde im Stall konnten noch von einigen vorbeikommenden Helfern freigelassen werden.

 

 

15. Mai 1987

 

Zimmerbrand in der Pizzeria "Molisana“ in der Hauptstraße.

 

 

23. Mai 1987

 

Gegen 4 Uhr morgens wurde nach einem Einbruch in die Sporthalle Feuer gelegt. Die Halle, das Dach und viele Sportgeräte wurden stark beschädigt.

 

 

30. November 1998

 

Gegen 19 Uhr entstand im ersten Stock des Wohnhauses von Dieter Becker, Elsheimer Straße ein Feuer, das sich schnell auf den Dachstuhl ausbreitete. Die Wehren von Essenheim, Stadecken-Elsheim und Nieder-Olm konnten das Feuer bald löschen und ein Übergreifen auf die Nachbargebäude verhindern. Der entstandene Schaden an dem alten Gebäude mit Decken und Böden aus Lehm und Stroh war beträchtlich. Das Wohnhaus musste später abgerissen werden.

 

 

13. September 2000

 

Durch einen Blitzeinschlag bei einem heftigen Gewitter ging die Scheune von Robert und Martha Hilgert, Mainzer Straße, früh morgens gegen 5 Uhr in Flammen auf. Die Feuerwehren von Essenheim und Nieder-Olm konnten die Scheune nicht mehr retten, sie brannte komplett ab. Ein Übergreifen auf die benachbarten Wohnhäuser konnte verhindert werden.

 

 

26. April 2015

 

Im Humuswerk in Essenheim entwickelte sich am Sonntagnachmittag ein Feuer in einer Lagerhalle, die eine starke Rauchentwicklung zur Folge hatte. Die Ursache konnte hierbei auf eine Selbstentzündung der gelagerten Biomasse zurückgeführt werden. Das Feuer konnte zwar bereits am Sonntag unter Kontrolle gebracht werden. Die Löscharbeiten erwiesen sich allergings als schwierig, sodass diese eine Woche in Anspruch genommen haben. Am Einsatz, der bis dato zum größten im Landkreis Mainz-Bingen zählte, nahmen rund 1800 Einsatzkräfte aus dem Landkreis und darüber hinaus teil. Die Lagerhallen wurden dabei zerstört. Ein Personenschaden konnte nicht vermerkt werden.